Die Datengrundlage hinter dem Titel
MindTake Research befragte im Auftrag von United Internet Media 500 Personen, die E-Mails lesen oder schreiben. Die Erhebung lief vom 21. bis 28. Oktober 2022. Die Studie wird unter dem Titel 2023 veröffentlicht; die genannten Ergebnisse beschreiben daher die Erhebung aus 2022.
| Befund | Wert |
|---|---|
| Google / GMX.at unter den am häufigsten genutzten Anbietern | 32,0 % / 30,8 % |
| Wöchentlicher Newsletterempfang im privaten Konto | 92,2 % |
| Mehr als 20 Newsletter pro Woche | 20,8 % |
| Lesen empfangener Newsletter | 90,6 % der Personen, die Newsletter erhalten |
Die Zahlen sind Befragungsergebnisse mit unterschiedlichen Bezugsgruppen. 90,6 % bedeutet nicht, dass eine einzelne versendete Mail von 90,6 % geöffnet wird. Auch ein Anbieteranteil der Erhebung ist kein Nachweis für den heutigen Anteil in Ihrem Verteiler.
Die eigenen Empfänger statt eines Landesdurchschnitts prüfen
- E-Mail-Domains nach dem tatsächlich zuständigen Postfachdienst zusammenfassen, soweit verlässlich möglich.
- Firmenadressen und unklare Zuordnungen gesondert behandeln.
- Die Auswertung nach Herkunft der Kontakte und Nachrichtentyp betrachten.
- Die wichtigsten Anbieter in realen Versandtests abdecken.
Eine Adresse allein verrät nicht sicher, welche App die Person nutzt. Für Darstellungsfunktionen sind Postfachdienst und Oberfläche getrennt zu prüfen. Für technische Zustellprobleme benötigen Sie zusätzlich die Antworten und Ergebnisse des jeweiligen Empfangssystems.
Breite Nutzung macht Relevanz wichtiger
Die hohe Newsletterverbreitung zeigt, wie selbstverständlich E-Mail in den Alltag der Befragten eingebunden ist. Sie bedeutet zugleich, dass eine einzelne Nachricht neben vielen anderen bestehen muss. Für Unternehmen wird ein verständlicher Anlass deshalb wichtiger als ein möglichst häufiger Versand.
Die passende Frequenz ergibt sich aus dem versprochenen Inhalt und der Kundenaufgabe. Ein relevanter Servicehinweis und ein zusätzlicher Werbeanstoß haben dabei einen unterschiedlichen Stellenwert. Diese Unterscheidung lässt sich im eigenen Versand umsetzen, ohne eine eigene Marktstudie aufzusetzen.
Ein vertrauter Kanal braucht einen erkennbaren Anlass
Die historische Befragung zeigt beides: Newsletter sind weit verbreitet, und ein Teil der Empfänger erhält bereits eine große Menge davon. Eine weitere Nachricht gewinnt deshalb nicht allein durch den verfügbaren Kanal, sondern durch ihren Anlass. Eine passende Information zur Bestellung hat einen anderen Stellenwert als ein zusätzlicher allgemeiner Werbeanstoß.
Der neuere Blick auf Österreichs E-Mail-Nutzung 2026 ergänzt diese Perspektive um Erwartungen an KI-Funktionen im Postfach. Schutz vor unerwünschten Nachrichten und Hilfe beim Verstehen stehen dort weit oben. Für Versender führt das zur gleichen redaktionellen Aufgabe: Herkunft und Aussage einer Mail müssen schnell verständlich sein.
