Wer und was untersucht wurde

MindTake Research befragte im Juni 2023 im Auftrag von UIM 999 E-Mail-Nutzerinnen und -Nutzer ab 14 Jahren in der deutschsprachigen Schweiz. Die Online-Befragung über das Talk Online Panel bezog sich auf private E-Mail-Nutzung.

AussageWertBezugsgruppe
Mindestens tägliche E-Mail-Nutzung91,5 %Befragte E-Mail-Nutzende
Mehr E-Mails als im Vorjahr gelesen51,2 %Befragte im Alter von 14 bis 19 Jahren
Newsletter lesen84,9 %E-Mail-Nutzende insgesamt
Ausgewählte veröffentlichte Befunde mit ihrer jeweiligen Bezugsgruppe.

Der letzte Wert bezieht sich auf alle E-Mail-Nutzenden der Erhebung. UIM beschreibt zugleich, dass etwa neun von zehn Newsletterempfängern diese lesen. Beide Aussagen können zusammenpassen, weil der Nenner unterschiedlich ist. Keine davon ist eine gemessene Öffnungsrate Ihres nächsten Newsletters.

Region und Sprache in der Planung erhalten

Übertragen Sie die Ergebnisse nicht ungeprüft auf die französisch- oder italienischsprachige Schweiz. Auch bei einem deutschsprachigen Angebot ist zu prüfen, welche Kundengruppen Sie tatsächlich erreichen und welche Sprache sie für Service und Newsletter gewählt haben.

BereichPrüfung
SpracheIst die tatsächlich gewählte Kommunikationssprache verfügbar?
AnlassPasst die Nachricht zu Anmeldung, Kauf oder Servicevorgang?
EmpfängerWelche Postfachdienste sind im eigenen Verteiler vertreten?
DarstellungFunktionieren die wichtigsten Apps, schmale Ansichten und Dark Mode?
AntwortwegKann die betreuende Stelle in der gewählten Sprache sinnvoll antworten?
Eigene Prüffragen für einen Schweizer Versand.

Jüngere Zielgruppen nicht auf ein Klischee reduzieren

Die berichtete zunehmende E-Mail-Nutzung bei 14- bis 19-Jährigen zeigt zunächst eine Veränderung in dieser Teilgruppe. Sie beweist nicht, dass jede junge Person dieselben Newsletterinhalte möchte. Inhalt und Kontaktregeln sollten deshalb an einer konkreten Aufgabe und nachvollziehbaren Präferenzen hängen.

Eine verständliche Bestellinformation kann für dieselbe Person wichtiger sein als ein allgemeiner Markennewsletter. Prüfen Sie diese Aufgaben getrennt, statt aus einem Altersmerkmal automatisch denselben Inhalt abzuleiten.

E-Mail bleibt ein wichtiger Kontaktpunkt

Die tägliche Nutzung und die breite Newsletter-Leserschaft machen deutlich, dass E-Mail auch neben sozialen Plattformen ein wichtiger direkter Kontaktpunkt bleibt. Unternehmen erreichen dort Menschen mit konkreten Erwartungen an Information, Service und Angebote.

Die praktische Folgerung liegt in einer passenden Sprache, einer erkennbaren Marke und einem Inhalt mit eigenem Nutzen. Die Befragung beschreibt die deutschsprachige Schweiz im Jahr 2023. Die heutige Planung verbindet diesen Befund mit der tatsächlichen Zielgruppe und deren Kommunikationsaufgabe.

Quellen und weiterführende Informationen