So war das Experiment aufgebaut

Die On-Site-Befragung lief vom 27. Januar bis 23. Februar 2020. Insgesamt nahmen 490 WEB.DE- und GMX-Nutzende teil. Verglichen wurden Postfachansichten mit und ohne trustedDialog. Die fiktiven Marken repräsentierten E-Commerce, Versicherungen und Tourismus.

Nach Einstiegsfragen und einer Erklärung der Funktion wurden Postfach-Screenshots gezeigt. Anschließend wurden Markenimage und Aktivierung abgefragt. Der Versuchsaufbau ist wichtig: Es wurden Reaktionen auf gezeigte Situationen erfasst, keine Öffnungspixel einer laufenden Newsletterkampagne.

Welche Werte im Bericht stehen

Abgefragte GrößeOhne trustedDialogMit trustedDialog
Marke wird als vertrauenswürdig bewertet14,7 %35,3 %
Newsletter der Marke wahrscheinlich öffnen11,2 %15,5 %
Sich wahrscheinlich näher über Angebote informieren8,2 %12,8 %
Ausgewählte Ergebnisse der UIM-Befragung 2020. Anteil der jeweils beiden positivsten Antworten in Prozent.

Die Werte zur Öffnungsbereitschaft stehen auf Seite 11, die Markenbewertungen auf Seite 9 des Berichts. 11,2 % und 15,5 % sind hier Antwortanteile auf eine Wahrscheinlichkeitsfrage. Sie sollten nicht als reale Kampagnen-Öffnungsraten bezeichnet werden.

Was daran für die Praxis nützlich ist

Die Untersuchung lenkt den Blick auf die Nachricht vor dem Öffnen. Wenn ein Empfänger den Markennamen kaum kennt, braucht er andere erkennbare Anhaltspunkte. Prüfen Sie daher Absendername, Logo, Anlass und die Übereinstimmung mit Website und Anmeldesituation gemeinsam.

Ein sinnvoller erster Schritt ist eine neue Anmeldung oder eine erste Bestellbestätigung. Der Kunde sollte ohne langes Nachdenken erkennen, warum die Mail kommt. Eine Kennzeichnung kann diese Herkunft unterstützen; sie ersetzt keine erwartete und verständliche Nachricht.

Unbekannt muss nicht unklar wirken

Das Besondere dieses Experiments sind die fiktiven Marken. Eine hohe Bekanntheit war hier nicht die Voraussetzung für die positive Bewertung. Die sichtbare Kombination konnte auch in einer Situation Orientierung geben, in der der Markenname allein wenig vertrauten Kontext bot.

Für eine erste Nachricht ist das eine relevante Beobachtung. Nach einer Anmeldung oder Bestellung hat der Empfänger einen konkreten Anlass, erwartet aber möglicherweise noch keinen regelmäßigen Kontakt mit der Marke. Ein einheitlicher Name und ein erkennbares Logo helfen, diese Verbindung im Postfach herzustellen. Das Siegel ergänzt die Kennzeichnung des geprüften Absenders.

Der Bericht zeigt damit einen möglichen Beitrag zum frühen Markenaufbau: Ein stimmiger erster Eindruck kann entstehen, bevor ein Unternehmen große Bekanntheit erreicht hat. Die Zahlen beschreiben dabei die Reaktion auf die gezeigten Postfachansichten, nicht eine technische Öffnungsmessung.

Quellen und weiterführende Informationen