Warum die Studie für weniger bekannte Absender interessant ist
United Internet Media untersuchte 2020 in einem Online-Experiment 490 Nutzerinnen und Nutzer von WEB.DE und GMX. Gezeigt wurden fiktive Marken aus E-Commerce, Versicherungen und Tourismus. Verglichen wurden Postfachansichten mit und ohne trustedDialog. Damit wurde die Wirkung nicht allein an bekannten Marken untersucht.
UIM berichtet positive Effekte auf die Markenwahrnehmung, besonders bei Vertrauen und Sicherheit, sowie auf die geäußerte Bereitschaft, sich mit den Nachrichten zu beschäftigen. Für junge oder weniger bekannte Marken ist das ein Hinweis: Die sichtbare Herkunft einer Mail kann schon vor dem Öffnen eine Rolle spielen.
| Abgefragte Größe | Ohne trustedDialog | Mit trustedDialog |
|---|---|---|
| Marke als vertrauenswürdig bewertet | 14,7 % | 35,3 % |
| Newsletter der Marke wahrscheinlich öffnen | 11,2 % | 15,5 % |
Der Abstand ist beim Vertrauen besonders deutlich. Bei der Öffnungsbereitschaft ist der Unterschied kleiner, aber ebenfalls positiv. Für eine unbekannte Marke spricht das dafür, den ersten Eindruck im Postfach als Teil des Markenaufbaus zu behandeln. Ein vertraut wirkender Auftritt beginnt nicht erst im geöffneten Newsletter.
Wo Wiedererkennung im eigenen Versand verloren geht
| Situation | Mögliches Problem | Was Sie prüfen sollten |
|---|---|---|
| Erste Mail nach einer Anmeldung | Im Posteingang erscheint ein anderer Name als auf der Website. | Anmeldeformular, Absendername und sichtbare Marke stimmen überein. |
| Bestellung über eine neue Marke | Bestätigung kommt aus einem unbekannten System. | Der Kunde erkennt Marke und Vorgang ohne technische Vorkenntnisse. |
| Markenwechsel | Bisher vertrauter Name verschwindet plötzlich. | Der Übergang wurde erklärt und der Zusammenhang bleibt erkennbar. |
| Mehrere Versanddienste | Newsletter und Service wirken wie zwei Unternehmen. | Namensgebung, Domains, Antwortweg und Gestaltung folgen einem nachvollziehbaren Muster. |
Logo und Siegel ergänzen diesen Zusammenhang. Sie können ihn nicht ersetzen. Wer eine Nachricht nicht erwartet oder den Anlass nicht versteht, bekommt durch ein Logo allein noch keine hilfreiche Orientierung.
Ein konkreter Einstieg statt einer allgemeinen Werbemail
Nehmen Sie die erste Nachricht nach einer Anmeldung. Sie sollte bestätigen, wofür sich die Person angemeldet hat, welcher Name künftig im Postfach erscheint und welche Inhalte folgen. Der Absender muss zum Namen auf der Anmeldeseite passen.
| Element | Hilfreiche Fassung |
|---|---|
| Absender | Der erkennbare Markenname statt eines unbekannten technischen Kontos |
| Betreff | „Ihre Anmeldung zum E-Mail-Fachnewsletter ist bestätigt“ |
| Einstieg | „Sie erhalten künftig unsere Beiträge zu Versandtechnik und verständlichen Kundenmails.“ |
| Nächster Schritt | Ein passender erster Beitrag oder eine klare Information, wann die nächste Ausgabe kommt. |
Testen Sie die Nachricht auch ohne geladene Bilder. Markenname, Anlass und Aktion müssen als Text verständlich bleiben. Eine empfangene Originalmail zeigt außerdem, ob die tatsächlich genutzte Versandquelle korrekt authentifiziert ist.
Die Voraussetzungen für trustedDialog gezielt klären
- Anteil der unterstützten Postfächer im eigenen Verteiler betrachten.
- Festlegen, welche Nachrichtenarten und Versandquellen gekennzeichnet werden sollen.
- DKIM der jeweiligen Versanddomain anhand einer echten Nachricht prüfen.
- Geeignetes Markenmaterial und Nutzungsberechtigung bereitstellen.
- Nach technischer Prüfung und Freigabe die reale Darstellung in den relevanten Postfächern kontrollieren.
InboxEdge® begleitet diese Einführung. Entscheidend bleibt die konkrete Empfängerstruktur; eine Kennzeichnung in jeder beliebigen E-Mail-App ist daraus nicht abzuleiten.
Den ersten Kontakt zu einer vertrauten Markenbeziehung machen
Eine kleine oder junge Marke kann sich im E-Mail-Kontakt durch Verlässlichkeit bekannt machen: derselbe Name, ein wiedererkennbares Logo, ein klarer Anlass und ein sinnvoller nächster Schritt. trustedDialog ergänzt diesen Auftritt in unterstützten Postfächern mit dem Siegel für geprüfte Absender.
Besonders relevant ist das beim ersten Newsletter nach einer Anmeldung, bei einer Bestellbestätigung oder nach einem Markenwechsel. In diesen Momenten hat der Empfänger einen konkreten Bezug zum Unternehmen. Die sichtbare Marke hilft, diesen Bezug im Postfach wiederzufinden.
Die UIM-Untersuchung zeigt die Wahrnehmung in einem Online-Experiment mit erläuterten Postfachansichten. Für Ihre Planung ist die praktische Frage überschaubar: Welche Ihrer wichtigen Nachrichten erreichen unterstützte Postfächer und wie soll die Marke dort auftreten? Diese Angaben reichen für eine erste Abstimmung mit InboxEdge®.
Häufige Fragen
Kann trustedDialog auch einer neuen Marke helfen?
Die UIM-Studie von 2020 untersuchte fiktive Marken und fand positive Effekte auf deren Wahrnehmung. Logo und Siegel können daher auch für weniger bekannte Absender relevant sein. Entscheidend bleiben die eigene Empfängerstruktur und ein verständlicher Anlass der Nachricht.
Was sagen die Studienergebnisse über meine Öffnungsrate aus?
Die Studie untersucht Reaktionen auf gezeigte Beispiele. Sie liefert keine Prognose für die Öffnungsrate Ihres eigenen Verteilers. Für den eigenen Versand brauchen Sie einen passend angelegten Vergleich und die Ergebnisse Ihrer tatsächlichen Nachrichten.
